Mallorca

Warum?

Als Rennradler sollte man bei „Mallorca“ nicht ans Oberbayern, Mickie Krause („Zehn nackte Friseusen“) oder Sangria aus Eimern denken – sondern an Sa Calobra, Mandelkuchen und Sonne im Winter. Flach rollen im Süden, wellig durch die Inselmitte oder anspruchsvolle Anstiege im Tramuntana Gebirge, die Insel hat wirklich für jeden was zu bieten. Und abseits der Touristenorte ist es wunderschön, sobald man die Betonburgen hinter sich gelassen hat ist Fahren UND Gucken ein absoluter Genuss. Dazu gibt es die nötige Infrastruktur, was nicht nur heißt, dass man problemlos super Leihräder bekommt – es ist auch eine Vielzahl kleiner Wirtschaftswege asphaltiert, so dass man auf kleinen Straßen unterwegs sein kann. Nach Jahren des Radtourismus sind die Mallorquiner außerdem auf die Radler eingestellt und fahren sehr rücksichtsvoll, kritische Situation mit (spanischen!) Autofahrern hatte ich in all den Jahren auf Mallorca bisher keine. Auch nicht unwichtig: niemand guckt komisch wenn ein paar angeschwitzte Radler ins Café kommen und nen Café con leche und Mandelkuchen bestellen. Dazu in gut 2 Flugstunden schnell zu erreichen und ein Überangebot (=günstig!) an Hotels in der Vor- und Nachsaison. Wer's organisiert mag bucht sich pauschal bei nem Radsportanbieter was, mit Radpaket und geführten Touren. Nötig ist das allerdings nicht, einfach ein paar Lieblingstouren runterladen und selber losfahren...
Meiner Meinung nach wird es nicht viel besser zum Rennradeln als Mallorca!

Wann?

Die Hochsaison für Radler ist sicher im März und April – da wird es auf dem Platz in Petra schon mal eng beim Kaffeetrinken. Ab Ende April / Anfang Mai wird kommen dann auch die „normalen“ Touristen, das merkt man schon am Verkehr.

 

Ich empfehle aber vor allem die Zeit zwischen November und Februar: Weil die meisten Hotels dann geschlossen sind gibt es nur sehr wenig Verkehr. Klar ist das Wetter nicht so garantiert wie im Mai, ich bin allerdings bisher bei jedem meiner Januaraufenthalte auch ein paar Touren in kurz/kurz gefahren. Dafür hat man die Straßen fast komplett für sich. Und im Dezember und Januar sehr gute Chancen das eine oder andere Profiteam anzutreffen. Im Februar ist außerdem Mandelblüte, auch das lohnt sich.

Wo?

Praktisch sind sicherlich die Radsporthochburgen: entweder Playa de Palma oder Port d'Alcudia / Playa de Muro im Norden. Hier gibt’s ne Vielzahl von Hotels, die allesamt auf Radler eingestellt sind. Von Playa de Palma aus ist die Möglichkeiten, die Touren zu starten etwas beschränkt, tendenziell wird man hier auch eher flacher fahren als im Norden. Dafür gibt es am Ballermann 6 den „Rennradlerstrich“ - einfach morgens um 10 da auftauchen und sich von einer Gruppe auflesen lassen.

Von Alcúdia aus hat man da ein paar mehr Möglichkeiten, kommt auch schneller in die Berge. Schön ist allerdings keiner dieser Orte, das sind schon reine Bettenburgen. Deshalb sollte man meiner Meinung nach die Inselmitte nicht aus den Augen verlieren. Ins Meer springt man um die Jahreszeit sowieso nicht, da kann man den Strand auch gegen ein nettes Städtchen tauschen. Mein momentaner Favorit: Sineu. Die Inselmitte hat außerdem den Vorteil, dass man die gesamte Insel zur Auswahl hat.

Wunderschöne Orte gibt es auch im Tramuntana Gebirge, da sollte man seinen Beinen aber schon einiges zutrauen: flach fahren geht dann nämlich überhaupt nicht.

Lieblingstouren auf Mallorca

MA#05: Lutz’ Kletterei

Orient + Tanke

MA#05: Lutz’ Kletterei

MA#04: Atemrausch goes Lluc

Rauf zur Tanke, runter mit Schwung

MA#04: Atemrausch goes Lluc

MA#02: 5 Klöster

Klettern in der Inselmitte

MA#02: 5 Klöster

MA#01: Zum Gebäck zu den Reynes

Coll de Soller und Deià

MA#01: Zum Gebäck zu den Reynes